Agil und doch nicht agil?

Der Haufe Verlag hat 2017 erneut eine Befragung zum Thema „Agilität in Unternehmen“ durchgeführt.  1812 Mitarbeiter und 1006 Führungskräfte wurden befragt. Das Ergebnis:

  • 54 % der Mitarbeiter halten ihr Unternehmen für überdurchschnittlich agil
  • Eine Mehrheit von rund 70 % der Führungskräfte
    hält ihr eigenes Unternehmen für agiler als die Wettbewerber

Jedoch:

  • 15 % der befragten Führungskräfte nutzen agile Methoden wie SCUM (Tool für Projektmanagement), Design Thinking (Problemlösungsstrategie), etc
  • Lediglich 10 % der Mitarbeiter nutzen agile Methoden

Eine Befragung unter Workshopteilnehmern ergab folgendes: Wenn sie das Wort „agil“ hören, so denken sie an Wörter wie „schnell“, „flexibel“, „beweglich“ … Im Zusammenhang zu „agilen Unternehmen“ meinen die Teilnehmer, dass es sich dabei um ein Arbeiten „ohne Hierarchien“ und „ohne Regeln“ handle.

Was ist nun wirklich mit „agil“ gemeint? 

Im Wirtschaftskontext bedeutet „agil“: Schnell reagieren zu können z. B. auf Veränderungen und Kundenanforderungen. Dabei gibt es klare Regeln und Strukturen.

In agilen Konzepten geht es darum, die Mitarbeiter in eine Art „Flow-Zustand“ zu versetzen. Wo es Spaß macht zu arbeiten und die eigenen Stärken eingesetzt werden können.  Es wird begeistert auf ein Ziel hingearbeitet. Dabei spielt die interne Kommunikation eine wichtige Rolle sowie das Lernen aus eigenen Fehlern.

Zum Einsatz kommen moderne und innovative Werkzeuge im Projektmanagement, eine lösungsorientierte Kommunikation und Führung von Mitarbeitern, eine kontinuierliche  Verbesserung (KVP) und die Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen. Ziel ist es, das Unternehmen an die Spitze zu bringen und immer die Nase vorne zu haben.

Es gibt noch viel zu tun, um Mitarbeiter zu haben, die „agil“ arbeiten können!  

Checkliste:

  • Können Sie im Projektmanagement schnell auf veränderte Kundenanforderungen reagieren?
  • Haben Sie jederzeit den Überblick in den jeweiligen Projekten? (Das gilt auch für den indirekten Vertrieb mit den jeweiligen Vertriebspartnern)
  • Entwickeln Mitarbeiter neue Ideen und haben diese die Möglichkeit zu Umsetzung?
  • Setzen Sie die Mitarbeiter anhand Ihrer Stärken ein?
  • Wird aus Fehlern gelernt? Gibt es regelmäßige KVP- Runden mit umsetzbaren Ergebnissen und Aktivitäten?
  • Haben Sie einen lösungsorientierten Führungsstiel?
  • Wird offen über alles kommuniziert?

 

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